Schwedische Regulierungsbehörde verbietet nicht lizenzierte Disrupt Entertainment

Die schwedische Glücksspielbehörde Spelinspektionen hat eine einstweilige Verfügung erlassen, die es der in Curaçao lizenzierten Disrupt Entertainment Limited mit sofortiger Wirkung untersagt, Online-Glücksspieldienste in Schweden anzubieten.

Es wurde festgestellt, dass Disrupt Entertainment, das Eigentümer der Marke Casinosinners ist, den schwedischen Markt ohne Lizenz ins Visier genommen hat.

Spelinspektionen hat Disrupt Entertainment die Möglichkeit gegeben, sich zu dem Verbot zu äußern, hat aber keine Antwort erhalten.

Bei einer Untersuchung der Aufsichtsbehörde wurde festgestellt, dass die Website von Casinosinners Informationen in schwedischer Sprache enthielt, darunter auch die Bedingungen für die Teilnahme an Spielen.

Außerdem gab es auf der Website offenbar keine Maßnahmen, um schwedische Spieler von der Registrierung auszuschließen.

Dies stellte einen Verstoß gegen Kapitel eins Abschnitt zwei des schwedischen Glücksspielgesetzes von 2018 dar, in dem festgelegt ist, dass für den schwedischen Markt beworbene Spiele als in Schweden angeboten gelten. Da Disrupt Entertainment auf den schwedischen Markt abzielte, fiel es in den Geltungsbereich des Gesetzes und war daher verpflichtet, eine entsprechende Lizenz zu besitzen.

Die Entscheidung von Spelinspektionen stützt sich auf Kapitel 18 Abschnitt 23 des Gesetzes, in dem es heißt, dass eine Aufsichtsbehörde Anordnungen und Verbote erlassen kann, um die Einhaltung des Gesetzes sicherzustellen.

Spelinspektionen hat in diesem Jahr bereits eine Reihe von Verboten wegen ähnlicher Verstöße gegen das Gesetz ausgesprochen. Im Mai wurden Cerberlot NV, Digi Markets NV und Prism Marketing Limited mit einem Verbot belegt, weil sie nicht zugelassene Websites betrieben, während Nero Media letzte Woche eine einstweilige Verfügung erhielt.

Richterin hebt Entlassung von losem Croupier im Holland Casino auf

Holland Casino hätte einen Croupier nicht entlassen dürfen, weil er andere über das Spielverhalten eines Kunden informiert hat. Das Bezirksgericht Amsterdam hob die Entlassung am Montag auf.

Der 44-jährige Mann wurde im Januar dieses Jahres nach einer Beschwerde eines Casinobesuchers auf der Stelle entlassen. Über diesen Mann kursierten bei der Arbeit Geschichten über sein Spielverhalten, und er sagte, dass sie von dem Casinoangestellten stammten.

Der Croupier, ein Bekannter des Kunden, gab laut Gerichtsurteil sofort zu, dass die Geschichten tatsächlich von ihm stammten. Er hatte seinem Bruder, der wiederum ein Kollege des Mannes ist, von den Beträgen erzählt, die der Kunde im Casino auf den Tisch legte.

Der Richter fand es zwar bedenklich, dass der Croupier sich unangemessen geäußert hatte, stellte aber fest, dass dies ein einmaliger Vorfall war. Dabei wird berücksichtigt, dass er seinen Fehler sofort einräumte und dass er zu diesem Zeitpunkt bereits seit fast zwanzig Jahren für das Casino tätig war.

Dem Urteil zufolge hätte sich Holland Casino für eine weniger strenge Sanktion als die Entlassung entscheiden können. Das Casino muss den Mann wieder arbeiten lassen und ihm das seit Januar ausstehende Gehalt zurückzahlen.